Ernährung

 

Das Sibirische Streifenhörnchen gehört zu den Tieren, die eine sehr breite Ernährungsgrundlage, sowohl auf pflanzlicher Basis als auch mit tierischem Eiweiß benötigen.

1. Equipment, Ausstattung

Bewährt haben sich Futterschüsseln aus Edelstahl oder Keramik. Kunststoffe werden leicht angenagt und die Splitter können zu Verletzungen führen.
Das Grundfutter sowie die Nüsse am Boden des Geheges verteilen, damit wird das Tier mit der Futtersuche beschäftigt. Wasser und Obst sollte in jeweils einem Napf angeboten werden.

2. Grundfutter

Das Grundfutter sollte abwechslungsreich sein um dem Tier zum einen eine möglichst breite Versorgung mit Nährstoffen zukommen zu lassen und dem Umstand Rechnung tragen, dass die Streifenhörnchen sehr wohl verschiedene Geschmäcker haben und auch öfters ihre Vorlieben wechseln.

Inhalt: Sonnenblumen weiß, Sonnenblumen gestreift, Kardi, Dari, Buchweizen, Mariendistel, Hanf, Kürbiskerne, Melonenkerne, versch. Baumsaaten, Hagenbuttenkerne, Haferkerne, Weizen, Kanariensaat, Silberhirse, Hafer, Milokorn, Wicken, Paddy-Reis, Mungobohnen, Azukibohnen, versch. getrockneten Früchte, Berberitze, Sternanis, Pinienkerne, Glanz, Katjang, Fichtensamen.
Ein leicht gehäufter Esslöffel pro Tag ist ausreichend, im Herbst darf es auch ein wenig mehr sein damit das Tier seinem Sammeltrieb nachkommen kann.

3. Zusatzfutter

Pflanzliche Produkte:
Streifenhörnchen sollten jeden Tag frisches Obst zur Verfügung haben, einige fressen auch Gemüse wie Gurke oder Möhre.
Apfel, Zwetschge, Pflaume, Banane, Kiwi, Erdbeere, kernlose Trauben, Granatapfel, Mandarine, Heidelbeere, Himbeere, Brombeere, Melone, Granatapfel und Mango werden gerne genommen.
Bei Steinobst bitte die Steine entfernen da diese in geringem Maße Blausäure enthalten können (z.B. Kirsche).
Zur Verabreichung von Medikamenten in Tropfenform oder als Globuli (kleine Pillen) haben sich halbierte Trauben sehr bewährt.
Haselnüsse, Walnüsse, Pekanüsse, Cashewkerne, Pinienkerne, Süß- und Krachmandeln, Erdnüsse, Maronen Eicheln, Buchhäcker und Zirbelnüße.
Speziell auf die Mandel wurde nochmals unter „Häufige Fragen“ gesondert ausführlich eingegangen; die hier aufgeführten Süß- und Krachmandeln sind aber unbedenklich!
Alle Nüsse, die das Tier selber öffnen kann sollten mit Schale gegeben werden damit es die ständig nachwachsende Schneidezähne abnützt.
Es gibt Mischungen, die auch getrocknete Pilze enthalten, die die Tiere auch in freier Natur essen würden.
Von vielen Gemüsesorten ist allerdings abzuraten. Vor allem Kohlsorten und Salate führen zumindest zu Blähungen. Tomaten sind in nicht ausgereiftem Zustand sogar, wie die meisten Nachtschattengewächse, giftig. Dabei handelt es sich um ein Alkaloid, dem Solanin.

Tierische Produkte:
Hörnchen benötigen tierisches Eiweiß. Im Allgemeinen bekommen sie das über im Handel erhältliche Lebendinsekten und Larven.
Am verbreitetsten ist die Fütterung von Mehlwürmern (ca. 3 Stück am Tag, alle 4 Tage ein Tag Pause) aber es werden auch Schwarzkäferlarven (Zophobas) und Heimchen verfüttert. Der Panzer von Insekten enthält Chitin, dass im Übermaß verfüttert, die Leber schädigt. Man muss dieses „Lebendfutter“ also mit Verstand und kontrolliert verfüttern. Am Besten, man nimmt die hellen, frisch gehäuteten Larven, da ist der Chitingehalt niedrig.
Auch sind Mehlwürmer z.B. sehr fett.
Abgeraten wird wegen einer verbreiteten Laktoseunverträglichkeit von Milchprodukten.

Gesamtnahrungsaufnahme: ca. 15 gr. Am Tag – 10-15% des Eigengewichts. Menge bezieht sich auf ein Tier zwischen 75 und 120 gr.

4. Besondere Nahrung

Hirse- und Maiskolben und frische Tannen-, Lärchen- und Kiefernzapfen oder sogar ein geöffneter Pinienzapfen zwingen das Tier sich länger mit diesen zu beschäftigen um an das Futter zu kommen.
Bei geschwächten und abgemagerten Tieren, vor allem in der Krankheits- und Erholungsphase oder während der Jungtieraufzucht, hat sich eine Mischung von Babybrei (Getreide und Obst), gemahlenen Nüssen und einem Tropfen Honig oder etwas Traubenzucker (Dextroenergen) bewährt. Diesen Brei kann auch mit einer kleinen Spritze direkt in das Maul geben.

5. Flüssigkeitsversorgung

Möglichst täglich frisches Wasser in einem Napf.
Vorsicht: Die Tiere scheinen nach unserer Beobachtung einen Hang zu abgestandenem Wasser (Gieskannen, Luftbefeuchter, Pflanzenuntersetzer) zu haben. Daher beim Freilauf unzugänglich für das Streifenhörnchen aufbewahren.

Gesamtwasserbedarf: 10 bis 20 ml Wasser/Tag. Menge bezieht sich auf ein Tier zwischen 75 und 120 gr.

6. Das ist nix!

Wie viele anderen Nager reagieren Burudunks auf eine zu hohe Zufuhr von Zucker mit Diabetes. Auch wenn sie es gerne fressen – Schokolade, Nutella, gezuckerte Eier- und Mehlspeisen, Joghurt und Bonbons haben auf dem Speiseplan nichts verloren.
Erwähnt wurden schon die Milchprodukte. Viele Tiere vertragen keine Milchprodukte, diese Unverträglichkeit ist weitaus weiter verbreitet wie z.B. beim Menschen.

nach oben