{"id":79,"date":"2017-07-21T07:29:50","date_gmt":"2017-07-21T07:29:50","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.gestreift.eu\/?page_id=79"},"modified":"2022-01-24T16:49:13","modified_gmt":"2022-01-24T16:49:13","slug":"allgemeines","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gestreift.info\/?page_id=79","title":{"rendered":"Allgemeines &#8211; Eutamias Sibiricus"},"content":{"rendered":"<h4>1. Zoologische Zuordnung und Historie<\/h4>\n<h5>1.1. Stammbaum und Namen:<\/h5>\n<p><em><strong>Gruppe:<\/strong>\u00a0Nagetiere (Rodentia)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Untergruppe:<\/strong>\u00a0H\u00f6rnchenverwandte (Sciuromorpha \u201eSchattenschl\u00e4fer\u201c)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Familie:\u00a0<\/strong>H\u00f6rnchen (Sciuridae)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Unterfamilie:<\/strong> Erd- und Baumh\u00f6rnchen (Sciurinae \u2013 \u201eSchattenschwanz\u201c)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Gattungsgruppe: <\/strong>Erdh\u00f6rnchen (Marmotini)<\/em><br \/>\n<em> oder: Backen- oder Streifenh\u00f6rnchen (Tamiini)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Gattung:<\/strong> Backenh\u00f6rnchen (Tamias \u2013 \u201eHerr, Gebieter\u201c)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Untergattung:<\/strong> Asiatisches Backenh\u00f6rnchen (Eutamias)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Art: <\/strong>Asiatisches Streifenh\u00f6rnchen, Burunduk (Eutamias sibiricus)<\/em><br \/>\n<em> <strong>Unterart:\u00a0<\/strong>(Eutamias sibiricus sibiricus)<\/em><br \/>\n<em> (Eutamias sibiricus lineatus)<\/em><br \/>\n<em> (Eutamias sibiricus striaus)<\/em><br \/>\n<em> (Eutamias sibiricus orientalis)<\/em><br \/>\n<em> (Eutamias sibiricus jacutensis)<\/em><\/p>\n<p>Die <strong>Unterarten<\/strong> unterscheiden sich wie folgt:<\/p>\n<p><strong><em>Eutamias sibiricus sibiricus, <\/em>Zentralsibirisches Streifenh\u00f6rnchen:<br \/>\n<\/strong>Habitat ist Zentral Bashkirien (Russland). Das Zentralsibirische Streifenh\u00f6rnchen lebt dort in den Pinienw\u00e4ldern um Tomsk und am Yenisei sowie s\u00fcdlich der Quellgebiete des Amur und in der Kirin Region (China).<\/p>\n<p>Das Tier ist dem Westsibirischen Streifenh\u00f6rnchen, <em>Eutamias sibiricus striaus, <\/em>sehr \u00e4hnlich, allerdings sind die schwarzen Streifen breiter und das Hinterteil tendiert dazu eine r\u00f6tlich\/zimtfarbene T\u00f6nung zu haben<\/p>\n<p><strong><em>Eutamias sibiricus striaus, <\/em>Westsibirisches Streifenh\u00f6rnchen:<br \/>\n<\/strong>Das Westsibirische oder auch Europ\u00e4ische Streifenh\u00f6rnchen kommt im Westen der Wolga bis zu den s\u00fcdlichen Gebieten der Halbinsel Kama vor. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich im Osten bis an den Ural und nach Tobolsk.<\/p>\n<p>Seiner Fellfarbe fehlt der rostrote Farbstich und die schwarzen Streifen liegen sehr dich beieinander.<\/p>\n<p><strong><em>Eutamias sibiricus jacutensis, <\/em>Jakutisches Streifenh\u00f6rnchen:<br \/>\n<\/strong>Es bevorzugt, wie der Name sagt, die Gebiete Jakutsiens (heute Provinz Sacha), vor allem die Halbinsel Kamtschatka.<\/p>\n<p>Es hat den geringsten Streifenabstand und ist sehr bla\u00df (gr\u00e4ulich).<\/p>\n<p><strong><em>Eutamias sibiricus orientalis, <\/em>Orientalisches Streifenh\u00f6rnchen:<br \/>\n<\/strong>Dieses haupts\u00e4chlich in der Mandschurei (China) und in der s\u00fcdl. Region des Ussuri vorkommende Streifenh\u00f6rnchen bevorzugt maritime Gegenden.<\/p>\n<p>Es ist das farblich ausgepr\u00e4gteste Streifenh\u00f6rnchen und sehr r\u00f6tlich.. Diese Unterart spielt wahrscheinlich bei der Z\u00fcchtung der \u201eZimtfarbenen Streifenh\u00f6rnchen\u201c eine entscheidente Rolle.<\/p>\n<p><strong><em>Eutamias sibiricus lineatus, <\/em>Sibirisches Streifenh\u00f6rnchen:<br \/>\n<\/strong>Der Name ist irref\u00fchrend, da diese Unterart haupts\u00e4chlich in Korea, von der japanischen Inseln Hokkaido und der russischen Halbinsel Sachalin stammt. Nur Letztere kann man zu Sibirien rechnen.<\/p>\n<p>Dieses Tier ist das eigentlich als Heimtier gehaltene Streifenh\u00f6rnchen und wird auf dieser HP ausf\u00fchrlich behandelt.<\/p>\n<p>Zu den bekannten Farbschl\u00e4gen \u201egrau\u201c und \u201ezimt\u201c kam es durch nat\u00fcrlicher Vermischung bei \u00dcberschneidung der Lebensr\u00e4ume und bewusster Einkreuzung der anderen Unterarten.<\/p>\n<h5>1.2. Abstammung:<\/h5>\n<p>Die H\u00f6rnchen allgemein stammen offensichtlich vom <em>Paramys<\/em>, einem Kleins\u00e4uger des Eoz\u00e4n (vor 54 Mill. Jahren) ab. Sie sind damit wesentlich \u00e4lter wie vergleichsweise die M\u00e4use.<br \/>\nDas <em>Paramys<\/em> besa\u00df bereits einen buschigen Schwanz und hatte auch sonst viele k\u00f6rperliche Merkmale des heutigen Eichh\u00f6rnchens, <em>Sciurus vulgaris<\/em>, wie auch das Gebiss mit den fehlenden Eck- und vorderen Backenz\u00e4hnen.<br \/>\nEine weitere Vorstufe ist die vom <em>Paramys<\/em> abstammende Familie der <em>Ischyromydae<\/em>, die ebenfalls ausgestorben ist.<br \/>\nAls Vorl\u00e4ufer der Streifenh\u00f6rnchen gilt der <em>Nototamias<\/em> aus dem Oligoz\u00e4n.<br \/>\nDie Unterart <em>Tamias<\/em> wird zum ersten Mal im Mioz\u00e4n nachgewiesen, also vor 14 Millionen Jahren. Die Eiszeiten wurden nach neueren Erkenntnissen in isolierten Waldgebieten Nordamerikas \u00fcberstanden. Diese Tiere wanderten also nicht, wie andere S\u00e4ugetiere, in Richtung \u00c4quator. Die Spezialisierung des Streifenh\u00f6rnchens auf einen n\u00f6rdlichen, k\u00e4lteren Lebensraum scheint zu einer Verkleinerung gegen\u00fcber H\u00f6rnchenarten in gem\u00e4\u00dfigten Breiten gef\u00fchrt zu haben.<\/p>\n<p>Die Gattung der <em>Tamias<\/em> hat sich heute in drei Untergattungen aufgeteilt, wobei 2 dieser Untergattungen nur jeweils ein Mitglied besitzen:<\/p>\n<p><strong>Untergattung <em>Tamias<br \/>\n<\/em><\/strong>Streifen-Backenh\u00f6rnchen, \u00d6stlicher Chipmunk, <em>Tamias striatus<\/em>, \u00f6stliches Nordamerika<\/p>\n<p><strong>Untergattung <em>Eutamias<\/em><br \/>\n<\/strong>Asiatisches Streifenh\u00f6rnchen, <em>Eutamias sibiricus<\/em>, Sibirien, Mongolei, n\u00f6rdl. China, Korea, Hokkaido, Finnland<\/p>\n<p><strong>Untergattung <em>Neotamias<\/em><br \/>\n<\/strong>Merriam-Chipmunk, <em>Tamias merriami<\/em>, s\u00fcdliches Kalifornien<br \/>\nKalifornischer Chipmunk, <em>Tamias obscurus<\/em>, s\u00fcdliches Kalifornien, Baja California<br \/>\nGebirgs-Chipmunk, <em>Tamias alpinus<\/em>, Sierra Nevada<br \/>\nPalmer-Chipmunk, <em>Tamias palmeri<\/em>, s\u00fcdliches Nevada<br \/>\nBuller-Chipmunk, <em>Tamias bulleri<\/em>, Durango, Zacatecas, Jalisco<br \/>\nSonoma-Chipmunk, <em>Tamias sonomae<\/em>, nordwestliches Kalifornien<br \/>\nTownsend-Chipmunk, <em>Tamias townsendii<\/em>, Washington, Oregon<br \/>\nSiskiyou-Chipmunk, <em>Tamias siskiyou<\/em>, s\u00fcdwestliches Oregon<br \/>\nAllen-Chipmunk, <em>Tamias senex<\/em>, Oregon, n\u00f6rdl. Kalifornien<br \/>\nGelbwangen-Chipmunk, <em>Tamias ochrogenys<\/em>, nordkalifornische K\u00fcstenregion<br \/>\nLangohr-Chipmunk, <em>Tamias quadrimaculatus<\/em>, Sierra Nevada<br \/>\nGraufu\u00df-Chipmunk, <em>Tamias canipes<\/em>, New Mexico<br \/>\nDurango-Chipmunk, <em>Tamias durangae<\/em>, Durango, Chihuahua, Coahuila<br \/>\nGrauhals-Chipmunk, <em>Tamias cinereicollis<\/em>, Arizona, New Mexico<br \/>\nGelber Fichten-Chipmunk, <em>Tamias amoenus<\/em>, British Columbia, nordwestliche USA<br \/>\nUinta-Chipmunk, <em>Tamias umbrinus<\/em>, zentrale westliche USA<br \/>\n(Unterart <strong>Tamias umbrinus nevadensis <\/strong>vermutlich ausgestorben &#8211; letzte Sichtung 1960)<br \/>\nRotschwanz-Chipmunk, <em>Tamias ruficaudus<\/em>, British Columbia, Washington, Montana<br \/>\nLodgepole-Chipmunk, <em>Tamias speciosus<\/em>, Sierra Nevada<br \/>\nKleiner Chipmunk, <em>Tamias minimus<\/em>, westliches und zentrales Kanada, westliche USA<br \/>\n(Unterart <strong>Tamias minimus <\/strong> <strong>atristriatus<\/strong> stark bedroht!!)<br \/>\nPanamint-Chipmunk, <em>Tamias panamintinus<\/em>, s\u00fcd\u00f6stl. Kalifornien, westl. Nevada<br \/>\nColorado-Chipmunk, <em>Tamias quadrivittatus<\/em>, zentrale westliche USA<br \/>\nHopi-Chipmunk, <em>Tamias rufus<\/em>, Utah, Arizona<br \/>\nFelsen-Chipmunk, <em>Tamias dorsalis<\/em>, zentrale westliche USA, nordwestl. Mexiko<br \/>\n(Zitat 7)<\/p>\n<p>Nicht zu den Streifenh\u00f6rnchen geh\u00f6ren die Palmh\u00f6rnchen, <em>Funambulus palmarum<\/em>, und das Chinesische Baumstreifenh\u00f6rnchen, <em>Tamiops swinhoei<\/em>, auch wenn sie in ebenfalls eine Streifenzeichnung besitzen.<br \/>\nAuffallend ist, dass H\u00f6rnchenarten des Nordens oder weit im S\u00fcden (z.B. Afrikanische Zwergh\u00f6rnchen, <em>Myosciurus pumilio<\/em>) kleiner sind wie die Tiere Mitteleuropas, im S\u00fcden der USA oder Zentral- bis S\u00fcdasiens.<br \/>\nGenerell ist das H\u00f6rnchen ein \u201eErfolgsmodell\u201c, das alle Lebensr\u00e4ume au\u00dfer der Arktis, den isolierten Lebensraum Australiens und Polynesiens oder anderer pazifischer Inseln erobert hat.<br \/>\nEs geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Nagetierfamilien, <em>Sciuridae,<\/em> mit 50 Gattungen und ca. 250 Arten. Erste Erw\u00e4hnung als Haustier finden wir in der Ver\u00f6ffentlichung \u201eBeobachtungen an einem ostasiatischen Backenh\u00f6rnchen (<em>Eutamias asiaticus<\/em>, Gm.) in Gefangenschaft\u201c von Wolfgang Luther, erschienen 1952, in der die Haltung und die Beobachtungen bei einem Burunduk zwischen 1938 und 1940 beschrieben wird. Diese Publikation ist \u00fcberraschend informativ und hervorragend beobachtet.<\/p>\n<h4>2. Habitat<\/h4>\n<p>Wei\u00dfes Meer bis zum Beringmeer, Mandschurei, Mongolei, mittleres China und Nordjapan.<br \/>\nInzwischen sind diese Tiere nach Westen vorgedrungen, die ersten Best\u00e4nde haben sich schon in Ostfinnland angesiedelt.<\/p>\n<h4>3. Beschreibung<\/h4>\n<h5>3.1. \u00c4u\u00dfere Beschreibung:<\/h5>\n<p>Das Sib. Streifenh\u00f6rnchen geh\u00f6rt zur Gattung der Erdh\u00f6rnchen, ist aber ein ausgezeichneter Kletterer und hat deswegen auch eine k\u00f6rperliche Anpassung an dieses Leben im Laufe seiner Evolution durchgemacht.<br \/>\nSo sind im Gegensatz zu reinen Erdh\u00f6rnchen die Fu\u00dfballen gepolstert um Spr\u00fcnge abzufedern.<br \/>\nDie Krallen sind scharf und gekr\u00fcmmt um sich an Holz und Borke gut festhalten zu k\u00f6nnen, im Gegensatz zu den st\u00e4rkeren und fast geraden Krallen bei bodengebundenen Arten, die besser als reine Grabungswerkzeuge dienen. Auch k\u00f6nnen die F\u00fc\u00dfe um fast 180\u00b0 gedreht werden um einen sichereren Abstieg zu erm\u00f6glichen.<br \/>\nDer Schwanz ist besser ausgebildet als z.B. beim bodengebundenen Ziesel oder Murmeltier, da er als Steuerelement beim Sprung von Ast zu Ast ben\u00f6tigt wird.<br \/>\nBeim Burunduk handelt es sich um ein Tier mit 20 \u2013 25 cm K\u00f6perl\u00e4nge wobei bis zu 13 cm auf den Schwanz entfallen.<br \/>\nDas durchschnittliche Gewicht scheint entgegen der allgemein zug\u00e4nglichen Quellen infolge von Zucht in den letzten Jahren zugenommen zu haben. Normal wird es mit 70 \u2013 130 gr. angegeben; nach unseren Beobachtungen sind Tiere mit ca. 150 gr. keine Seltenheit, einige erreichen sogar \u00fcber 200 gr. Dagegen sind Tiere mit ca. 70 gr. eher die Au\u00dfnahme.<br \/>\n\u00c4u\u00dferlich \u00e4hnelt das Burunduk vom K\u00f6rperbau dem europ\u00e4ischen Eichh\u00f6rnchen, erreicht aber nur ca. die halbe Gr\u00f6\u00dfe. Auch bildet es nicht die typischen \u201ePuschel\u201c an den Ohren und streckt den Schwanz zumeist nach hinten oder senkrecht in die H\u00f6he und nicht wie ein Schutz \u00fcber den K\u00f6rper.<br \/>\nAuff\u00e4lligstes Merkmal sind die Streifen. Es hat 5 Streifen die deutlich erkennbar vom Kopf zum Schwanz laufen wobei die jeweils \u00e4u\u00dferen Streifen unter dem Auge beginnen, der 2. Streifen \u00fcber Auge und Ohr verl\u00e4uft und der mittlere Streifen zwischen den Ohren beginnt und auf der Wirbels\u00e4ule liegt.<br \/>\nIm nat\u00fcrlichen Farbschlag sind diese Streifen dunkelbraun, fast schwarz, die Felder zwischen den Streifen und die Flanken sind heller, der Unterleib sehr hell. Oft ist das Feld zwischen dem \u00e4u\u00dferen Streifen und dem 2. Streifen heller als das Feld zwischen Mittelstreifen und dem 2. Streifen.<br \/>\nAuch haben diese Tiere einen typischen schwarzen Fleck direkt \u00fcber der Nase.<br \/>\nBekannt sind mindestens zwei weitere Farbschl\u00e4ge sowie verschiedene Mischformen &#8211; Zimt (r\u00f6tlich) und Wei\u00df.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-79 gallery-columns-3 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gestreift.info\/?attachment_id=409'><img width=\"660\" height=\"371\" src=\"https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2319-1024x575.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-409\" srcset=\"https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2319-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2319-300x169.jpg 300w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2319-768x431.jpg 768w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2319-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2319-2048x1150.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-409'>\n\t\t\t\tNaturfarben\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gestreift.info\/?attachment_id=423'><img width=\"660\" height=\"495\" src=\"https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2492-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-423\" srcset=\"https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2492-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2492-300x225.jpg 300w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2492-768x576.jpg 768w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2492-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_2492-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-423'>\n\t\t\t\tWei\u00df\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gestreift.info\/?attachment_id=424'><img width=\"660\" height=\"371\" src=\"https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_5137-1024x575.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-424\" srcset=\"https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_5137-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_5137-300x169.jpg 300w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_5137-768x431.jpg 768w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_5137-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/gestreift.info\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/IMG_5137-2048x1150.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-424'>\n\t\t\t\tZimtfarben\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Das Fell ist dicht und anliegend aber viel rauer wie z.B. bei Hamstern und nur unzureichend Wasser abweisend, anders wie bei vielen anderen Erdbewohnern. Dadurch ist es auch ausgepr\u00e4gt wasserscheu.<br \/>\nDie gro\u00dfen schwarzen Knopfaugen und die rundlichen Ohren, sowie die relativ kurze Nase geben auch ausgewachsenen Tieren ein puppenhaftes Aussehen \u2013 wohl ein Grund warum sich das Streifenh\u00f6rnchen einer zunehmenden Beliebtheit als Haus- bzw. Heimtier erfreut. Es spricht den \u201eBabyinstinkt\u201c bei Menschen an.<br \/>\nM\u00e4nnchen unterscheiden sich von Weibchen weder in Bezug auf Gewicht, Gr\u00f6\u00dfe oder F\u00e4rbung. Im Fr\u00fchjahr\/Sommer sind die Hoden beim M\u00e4nnchen nach Erreichen der Geschlechtsreife mit ca. 10 Monaten deutlich zu sehen und ziehen sich im Herbst\/Winter wieder in den Hinterleib zur\u00fcck. Bei Jungtieren ist eine Geschlechterbestimmung nur \u00fcber den Abstand der Anal- zur Geschlechts\u00f6ffnung zu bestimmen. W\u00e4hrend sich beim Weibchen beide \u00d6ffnungen sehr dicht beieinander befinden ist beim B\u00f6ckchen ca. 1 cm Abstand und oft ein kleiner Penis zu sehen.<br \/>\nDie nat\u00fcrliche Lebenserwartung in Gefangenschaft betr\u00e4gt ca. 7 Jahre, in freier Wildbahn max. 4 Jahre. Es sind einzelne Tiere bekannt, die sogar 14 Jahre alt geworden sind.<br \/>\nAm Ende seines Lebenszyklus beginnt ein rascher Verfall, der mit einer Durchsetzung, vor allem des Kopffells, mit wei\u00dfen Haaren beginnt. Das Tier versucht zwar agil und lebhaft zu bleiben, verf\u00e4llt aber k\u00f6rperlich innerhalb ca. einer Woche und verstirbt.<\/p>\n<h5>3.2. Lebensraum und Ern\u00e4hrung<\/h5>\n<p>Das Streifenh\u00f6rnchen geh\u00f6rt zu den ausgepr\u00e4gt tagaktiven Tieren. Es scheint bei Dunkelheit schlecht zu sehen, bevorzugt aber auch das von den W\u00e4ldern seiner Heimat gewohnte ged\u00e4mpfte Licht und nicht die pralle Sonne<br \/>\nSie k\u00f6nnen gut klettern, verbringen aber auch viel Zeit auf dem Boden. Schlafen und das Halten der Winterruhe findet in 1- 2 m tiefen einfachen Erdbauten mit einer Schlafkammer und mehreren Vorrats- und Kotkammern statt.<br \/>\nDie Winterruhe tritt vermutlich bei einer Dauertemperatur von unter 10 Grad Celsius ein. W\u00e4hrend in Sibirien diese Winterruhe \u00fcber 5 Monate dauert, betrug diese in der Kolonie im w\u00e4rmeren Freiburg\/Breisgau nur knapp 4 Monate.<br \/>\nZur Futtersuche im Herbst, mit dem Ziel Vorr\u00e4te anzulegen, durchstreifen die Burudunks ein Gebiet mit einem Radius von bis zu 2 km rund um ein kleines Revier, das aus einem Erdbau, mehreren B\u00e4umen und Str\u00e4uchern zur t\u00e4glichen Futterversorgung sowie anderen Aussichtsm\u00f6glichkeiten (Steine, Felsen) besteht.<br \/>\nEine Grundversorgung stellen die Zapfen der L\u00e4rche, N\u00fcsse und S\u00e4mereien dar.<br \/>\nInsekten, Beeren, kl. Reptilien, Vogeleier und die Jungtiere anderer Kleinnager (M\u00e4use) und V\u00f6gel werden jahreszeitlich bedingt als Zusatzfutter gerne akzeptiert.<br \/>\nAuch wurde es beobachtet, dass Streifenh\u00f6rnchen Pilze trocknen und als Wintervorrat einlagern. Da das H\u00f6rnchen einen anders ausgebildeten Verdauungsapparat hat wie z.B. der Mensch, ist es zumindest von Eichh\u00f6rnchen bekannt, dass sie auch Giftpilze fressen k\u00f6nnen. Durch dessen k\u00fcrzere Struktur verbleibt das Gift nicht lange genug im K\u00f6rper um seine Wirkung zu entfalten.<\/p>\n<h5>3.3. Soziale Struktur<\/h5>\n<p>Das sib. Streifenh\u00f6rnchen gilt als Revier bildender Einzelg\u00e4nger. Ganz klar wird das soziale Geflecht aus der Literatur nicht. Es scheint Fakt zu sein, dass Burudunks auch aufgrund ihres Nahrungsbedarfs innerhalb einer Gruppe Reviere mit festen Grenzen bilden welche sie in zum Teil t\u00f6dlichen K\u00e4mpfen verteidigen.<br \/>\nAllerdings wird innerhalb der Gruppe auch eine rege Kommunikation unter Verwendung verschiedener Pfeif und Knacklaute beobachtet, so warnt zum Beispiel ein Tier, welches von einem Beutegreifer angegriffen wird oder aus anderen Gr\u00fcnden glaubt fliehen zu m\u00fcssen alle anderen Gruppenmitglieder durch ein stakkatoartiges Pfeifen.<br \/>\nWeitere Laut\u00e4usserungen und deren Bedeutung sind in der Ver\u00f6ffentlichung \u201eDas Lautgebungsverhalten Japanischer Backenh\u00f6rnchen Tamias <em>(Eutamias) sibiricus lineatus\u201c<\/em> von Peter Smit festgehalten.<br \/>\nDas Burunduk scheint also in freier Wildbahn innerhalb ausreichendem Lebensraum ein Gruppentier zu sein \u21d2 vielleicht vergleichbar mit einer WG bei der jedes Mitglied ein eigenes \u201eabschlie\u00dfbares\u201c Zimmer besitzt.<br \/>\n<strong>In Gefangenschaft ist eine Einzelhaltung unabdingbar!<\/strong><\/p>\n<h5>3.4. Fortpflanzung<\/h5>\n<p>Das Weibchen wirft 1-2 mal im Jahr nach einer Tragzeit von ca. 30 Tagen 3-5 Junge vorzugsweise im Sp\u00e4tfr\u00fchling und im Sp\u00e4tsommer.<br \/>\nDie Aufzucht obliegt allein den Weibchen da die B\u00f6cke den eigenen Nachwuchs unter Umst\u00e4nden sogar als Zusatzfutter ansehen w\u00fcrden. Aber auch der Mensch wird oft als St\u00f6renfried empfunden und w\u00fctend attackiert.<br \/>\nDeswegen sind die Weibchen auch w\u00e4hrend der Tragzeit und der Aufzucht extrem aggressiv gegen\u00fcber Artgenossen.<br \/>\nDie Jungtiere kommen nackt und blind auf die Welt.<br \/>\nNach ca. 14 Tagen beginnt sich das Streifenmuster durch den beginnenden Haarwuchs abzuzeichnen.<br \/>\nNach 18 Tagen \u00f6ffnen sich die Augen und das Geh\u00f6r beginnt zu funktionieren.<br \/>\nErste Ausfl\u00fcge aus dem Nest und die beginnende Aufnahme von weichem Futter (Obst und Beeren) sind nach 35 Tagen zu erwarten.<br \/>\nNach 50 Tagen sind die Tiere von der Muttermilch entw\u00f6hnt.<br \/>\nSp\u00e4testens nach einem Jahr oder mit Erreichen der Geschlechtsreife, meist fr\u00fcher, wandelt sich das Verhalten der Mutter von F\u00fcrsorge \u00fcber Akzeptanz und Neutralit\u00e4t gegen\u00fcber dem eigenen Wurf zu Aggression. Die Jungtiere sind selbstst\u00e4ndig und werden des Reviers der Mutter verwiesen.<\/p>\n<h5>3.5. nat\u00fcrliche Feinde<\/h5>\n<p>Fast alle Greifv\u00f6gel haben das Burunduk auf der Speisekarte, vor allem der M\u00e4usebussard.<br \/>\nDer gr\u00f6\u00dfte Feind aber ist der Marder, der ihnen zwar an Beweglichkeit nicht das Wasser reichen kann aber daf\u00fcr wesentlich ausdauernder ist.<br \/>\nAuch F\u00fcchse, Wildkatzen und Luchse stellen den Streifenh\u00f6rnchen nach.<br \/>\nDer Mensch jagt die Streifenh\u00f6rnchen aufgrund der Sch\u00e4den, den zu gro\u00dfe Population in der Landwirtschaft anrichten k\u00f6nnen, ihres Felles und ihres Fleisches wegen. Eine Gef\u00e4hrdung des Bestandes in ihrem nat\u00fcrlichen Habitat ist allerdings durch diese Bejagung nicht bekannt.<\/p>\n<p><a href=\"#\">nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Zoologische Zuordnung und Historie 1.1. Stammbaum und Namen: Gruppe:\u00a0Nagetiere (Rodentia) Untergruppe:\u00a0H\u00f6rnchenverwandte (Sciuromorpha \u201eSchattenschl\u00e4fer\u201c) Familie:\u00a0H\u00f6rnchen (Sciuridae) Unterfamilie: Erd- und Baumh\u00f6rnchen (Sciurinae \u2013 \u201eSchattenschwanz\u201c) Gattungsgruppe: Erdh\u00f6rnchen (Marmotini) oder: Backen- oder Streifenh\u00f6rnchen (Tamiini) Gattung: Backenh\u00f6rnchen (Tamias \u2013 \u201eHerr, Gebieter\u201c) Untergattung: Asiatisches Backenh\u00f6rnchen (Eutamias) Art: Asiatisches Streifenh\u00f6rnchen, Burunduk (Eutamias sibiricus) Unterart:\u00a0(Eutamias sibiricus sibiricus) (Eutamias sibiricus lineatus) (Eutamias sibiricus &hellip; <a href=\"https:\/\/gestreift.info\/?page_id=79\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Allgemeines &#8211; Eutamias Sibiricus<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":15,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/79"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/79\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":426,"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/79\/revisions\/426"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/15"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gestreift.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}