{"id":190,"date":"2017-08-13T15:55:35","date_gmt":"2017-08-13T15:55:35","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.gestreift.eu\/?page_id=190"},"modified":"2022-01-23T15:00:12","modified_gmt":"2022-01-23T15:00:12","slug":"streifi-faq","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gestreift.info\/?page_id=190","title":{"rendered":"Streifi-FAQ"},"content":{"rendered":"<h4>\u201eHilfe, mein H\u00f6rnchen bei\u00dft (\u2026 ist aggressiv)\u201c<a name=\"aggressiv\"><\/a><\/h4>\n<p>Die Ursache liegt im Herbst\/Winter am Sammeltrieb der Streifenh\u00f6rnchen.<br \/>\nUm den immensen Lagerbedarf zu befriedigen muss das H\u00f6rnchen Unmengen von Futter sammeln und sieht in jedem anderen Lebewesen, das nach dem Futter greift einen Konkurrenten und greift diesen an. Dieser Trieb seine Vorr\u00e4te zu sch\u00fctzen geht soweit, dass es v\u00f6llig Gr\u00f6\u00dfen- und Kr\u00e4fteunterschiede ignoriert \u2013 es gehorcht einzig und allein dem Trieb Futter zu sammeln und dieses zu verteidigen.<br \/>\nEs kann auch nicht unterscheiden zwischen \u201eF\u00fcttern\u201c und \u201eFutterklau\u201c, es sieht nur, dass der Mensch die Hand am Futter hat und bei\u00dft in selbige.<br \/>\nManche Tiere, vor allem diejenigen, die keinen Winterschlaf halten, haben im Fr\u00fchjahr ein wenig Probleme aus diesem Verhalten herauszufinden, da in dieser Zeit durch die Paarungsbedingte Hormonumstellung weitere \u201everwirrende\u201c Probleme f\u00fcr das Tier dazu kommen.<br \/>\nBew\u00e4hrt gegen diese Aggressionen haben sich dagegen stark parf\u00fcmierte Handcremes, Handschuhe und\/oder \u201eKampfspiele\u201c, bei dem man den Tieren unter Zuhilfenahme z.B. eines Stofftieres Gelegenheit gibt Aggressionen abzubauen.<br \/>\nIn ganz schlimmen F\u00e4llen muss das Tier halt mal ein paar Tage im K\u00e4fig verbringen.<\/p>\n<h4>\u201eMein H\u00f6rnchen hat geschwollene Hoden\u201c\u00a0<a name=\"geschwolleneHoden\"><\/a><\/h4>\n<p>Im Fr\u00fchjahr schwellen, bedingt durch die Paarungsbereitschaft, die Geschlechtsorgane sowohl der Weibchen als auch der M\u00e4nnchen an. W\u00e4hrend dies bei den Weibchen ziemlich unspektakul\u00e4r ist, ist der Ver\u00e4nderung bei den B\u00f6ckchen \u201eunglaublich\u201c, vor allem f\u00fcr Neulinge unter den Haltern.<br \/>\nOft denkt der besorgte Halter an einen Tumor.<br \/>\nDie Hoden treten, eingebettet in einen dunkelh\u00e4utigen Hautsack, zum Teil so deutlich hervor, dass man den Eindruck hat, sie schleifen beim Laufen fast auf dem Boden.<br \/>\nDas ist v\u00f6llig nat\u00fcrlich, f\u00fcr das Tier schmerzfrei und keinerlei Anlass zur Besorgnis.<\/p>\n<h4>\u201eMein H\u00f6rnchen pfeift (\u2026 zwitschert)\u201c<a name=\"pfeifen\"><\/a><\/h4>\n<p>Hier ist das Pendant der Weibchen zu den \u201egeschwollenen Hoden\u201c der B\u00f6ckchen. Die Weibchen signalisieren ihre Paarungsbereitschaft durch anhaltendes Pfeifen und Zwitschern, \u00e4hnlich einem Kanarienvogel.<br \/>\nNormalerweise dauert diese Laut\u00e4usserung bis zu 2 Tage, dann ist 8-10 Tage Ruhe um dann wieder von vorne zu beginnen, und das \u00fcber die ganzen Fr\u00fchjahrsmonate.<br \/>\nBei manchen Weibchen tritt dieses Zeichen der Paarungsbereitschaft noch mal im Herbst auf (H\u00f6rnchen k\u00f6nnen, m\u00fcssen aber nicht, zwei W\u00fcrfe im Jahr haben).<br \/>\nAuch das ist kein Problem f\u00fcr das Tier, kann aber leicht zu einem Problem f\u00fcr die Nerven des Halters werden.<br \/>\nAus eigener Erfahrung wissen wir, dass man dieses Pfeifen durch ein geschlossenes Fenster 30 m weit auf die Stra\u00dfe h\u00f6ren kann!<\/p>\n<h4>\u201ePaarhaltung .\/. Einzelhaltung\u201c<a name=\"haltung\"><\/a><\/h4>\n<p>Eine zentrale und h\u00f6chst emotionale Frage der H\u00f6rnchenhaltung! Hier steht immer \u00c4rger ins Haus!<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich sind\u00a0<strong>Sib. Streifenh\u00f6rnchen und amerikanische Backenh\u00f6rnchen absolute Einzelg\u00e4nger<\/strong>, wer dem widerspricht tut das entweder aus gesch\u00e4ftlichem Interesse um mehr Tiere zu verkaufen, aus falsch verstandener \u201eTierliebe\u201c (nicht alles, was f\u00fcr den Mensch gut ist, tut auch dem Tier gut \u2013 das Problem der \u201eVermenschlichung\u201c!).<br \/>\nDie Folge ist immer der pl\u00f6tzliche Tod eines der Tiere, sei es durch Bisse oder ohne \u00e4u\u00dfere Anzeichen durch den damit verbundenen Stress.<br \/>\nDie viel zitierten \u201eAusnahmen\u201c von der Regel sind meist gar keine. Jungtiere bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres sind noch nicht Revier bildend, das hei\u00dft hier treten auch oft noch keine Aggressionen auf. Bei einigen Tieren geht es dar\u00fcber hinaus auch noch einige Zeit, manchmal sogar einige Jahre gut \u2013 aber jederzeit und auch v\u00f6llig ohne vorherigen Anzeichen kann dieses friedliche Verh\u00e4ltnis kippen und der eine Teil eine am Vorabend noch harmonischen Paares liegt mit halb weggefressenem Sch\u00e4del tot im K\u00e4fig!<\/p>\n<h4>\u201eMein Tier sieht krank aus (\u2026 schlecht aus)!\u201c<a name=\"siehtschlechtaus\"><\/a><\/h4>\n<p>F\u00fcr kleinere Auff\u00e4lligkeiten haben wir die \u201eNotfallseite\u201c eingerichtet, bei Apathie, struppigem Fell, matten Augen, starken Atemger\u00e4uschen, schwerer Atmung, gro\u00dffl\u00e4chigen Verletzungen usw. ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen.<br \/>\nEin Forum oder eine E-Mail sind kein Mittel dem Tier zu helfen, unter anderem fehlt uns, selbst bei einer gut gemeinten Beschreibung ,der wichtige augenscheinliche Eindruck und man verliert bei dem nur geringen Fenster f\u00fcr eine Erfolgs versprechende Behandlung einfach zu viel Zeit.<\/p>\n<h4>\u201eMein Tier wird nicht zahm\u201c<a name=\"nichtzahm\"><\/a><\/h4>\n<p>H\u00f6rnchen m\u00fcssen, um ihre nat\u00fcrliche Scheu abzulegen, Vertrauen fassen. \u00a0Au\u00dferdem sind sie in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung Nahrungsgrundlage f\u00fcr fast alle Raubtiere und Greifv\u00f6gel, was es dem Tier nicht einfacher macht sich einem Wesen anzun\u00e4hern, dass ca. 800 mal gr\u00f6\u00dfer und schwerer ist als es selber.<br \/>\nEin paar Tricks findet Ihr unter \u201eEingew\u00f6hnungsphase\u201c in der Rubrik \u201eHaltung\u201c \u2013 der Schl\u00fcssel zu einer harmonischen Beziehung im Rahmen der M\u00f6glichkeiten beider Lebewesen ist aber auf jeden Fall Geduld, Geduld und nochmals Geduld!<\/p>\n<h4>\u201eWinterschlaf\u201c<a name=\"winterschlaf\"><\/a><\/h4>\n<p>Hier unterteilt sich die Problematik in 3 Bereiche:<br \/>\n&#8211; Mein Tier h\u00e4lt keinen Winterschlaf, was soll ich machen?<br \/>\n&#8211; Mein Tier h\u00e4lt Winterschlaf, was ist zu beachten?<br \/>\n&#8211; Wie lange dauert der Winterschlaf?<\/p>\n<p><strong>\u201eMein Tier h\u00e4lt keinen Winterruhe, was soll ich machen?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nix \u2013 das ist bei Wohnungstieren oft so. Der Literatur zufolge wird die Winterruhe, vermutlich durch eine l\u00e4ngere Absenkung der Durchschnittstemperatur auf unter 10 Grad Celsius ausgel\u00f6st. Diese Temperatur wird in Wohnungen meist \u00fcberschritten, nicht aber in der Freigehegehaltung oder in besonderen R\u00e4umen (Gartenh\u00e4uschen, B\u00fcros, Speicher, ausgebaute Kellerr\u00e4ume usw.)<br \/>\nBei manchen Tieren ist aber der Instinkt, Winterruhe zu halten noch so ausgepr\u00e4gt, dass sie auch im warmen Wohnzimmer zumindest zeitweise in die Winterruhe begeben. Die nicht schlafenden Tiere fahren allerdings auch ihre Aktivit\u00e4t weit runter, schlafen lang und ziehen sich fr\u00fch zur\u00fcck und d\u00f6sen auch \u00fcber Tag immer wieder.<br \/>\nZwar gilt, dass die Winterruhe das Immunsystem st\u00e4rkt aber auch nicht schlafende Tiere haben das biblische Alter von 14 Jahren erreicht.<\/p>\n<p><strong>\u201eMein Tier h\u00e4lt Winteruhe, was ist zu beachten?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das ist einfach \u2013 ein solches Tier sollte v\u00f6llig in Ruhe gelassen werden. Um den Stoffwechsel zu entlasten wird eine K\u00f6rpertemperatur von ca. 1 Grad Celsius erreicht \u2013 der Energieaufwand diese K\u00f6rperfunktionen bei einer St\u00f6rung wieder hochzufahren ist enorm, ein durch St\u00f6rungen geschw\u00e4chtes Tier kann sogar daran sterben, dass es nicht mehr genug Reserven besitzt aus diesem starren Zustand zu erwachen.<br \/>\nDa die Winterruhenden alle paar Tage zur Nahrungs- und Fl\u00fcssigkeitsaufnahme und dem Koten unterbrochen wird, ist immer frisches Wasser und eine energiereiche Nahrung (Obst, Grundfutter, gesch\u00e4lte N\u00fcsse) bereit zu stellen.<br \/>\nDa das Tier nur selten aktiv ist k\u00f6nnen St\u00f6rungen wie K\u00e4figreinigung in dieser Zeit entfallen.<\/p>\n<p><strong>\u201eWie lange dauert die Winterruhe?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Bis zum 17. M\u00e4rz \u2013 Nein, Spa\u00df beiseite \u2013 er dauert solange, wie er eben dauert, zum Teil sogar bis Ende M\u00e4rz.<br \/>\nManche Tiere schlafen ein paar Tage, andere mehrere Monate, auch innerhalb der Wohnung.<br \/>\nGenerell hat sich gezeigt, dass mit l\u00e4nger anhaltenden W\u00e4rmeperioden auch immer mehr Tiere erwachen \u2013 mag sein, dass sie dies durch das l\u00e4ngere L\u00fcften der R\u00e4ume oder aufgrund der W\u00e4rmeeinstrahlung durch die Fenster mitbekommen.<br \/>\nAuf jeden Fall ist ein Schlaf bis weit in den M\u00e4rz hinein zwar lange aber durchaus im Rahmen \u2013 bei Tieren in Au\u00dfenhaltung sowieso!<\/p>\n<h4>\u201eMandeln\u201c<a name=\"mandeln\"><\/a><\/h4>\n<p>Kern dieser Verwirrung ist die Aussage das Mandeln Blaus\u00e4ure enthalten.<br \/>\nZuerst einmal unterscheidet man 3 Arten von Mandeln, die S\u00fc\u00dfmandel, die Krachmandel und die Bittermandel.<br \/>\nDie ersten beiden kann man v\u00f6llig vernachl\u00e4ssigen bzw. unbedenklich verf\u00fcttern. S\u00fc\u00dfmandeln bekommt man ohne Probleme in jedem Lebensmittelgesch\u00e4ft.<br \/>\nDiese enthalten ca. 50% fettige \u00d6le, 25-35% Eiwei\u00dfstoffe und ca. 10% Zucker und finden z.B. in der Marzipanherstellung Verwendung.<br \/>\nProblematisch ist einzig und allein die Bittermandel, die wesentlich seltener ist und meist nur als Aromat angeboten wird. Aber auch diese enth\u00e4lt keine Blaus\u00e4ure.<br \/>\nDer gef\u00fcrchtete Wirkstoff der Bittermandel ist unter der Bezeichnung \u201cAmygdalin\u201c (von \u201eamygd\u00e1le\u201c, griech. f\u00fcr Mandel) bekannt, das ca. 4 % ausmacht.<br \/>\nDieses Glykosid, das sich auch in den Kernen von Aprikosen, Kirschen usw. vorfindet wird mit dem menschlichen Enzym Emsulin sowie Wasser und Luft in Traubenzucker, Benzaldehyd und Blaus\u00e4ure zersetzt.<br \/>\nAls t\u00f6dlich giftig gelten bei Erwachsenen ca. 120 St\u00fcck, bei Kindern 5-12 St\u00fcck.<br \/>\nEs wurde bis heute nicht gekl\u00e4rt ob das Burunduk dieses Amygdalin ebenfalls aufspalten kann \u2013 es liegt aber die Vermutung nahe, dass dieses nicht der Fall ist.<br \/>\nZum einen ist der Verdauungsapparat des Streifenh\u00f6rnchens anders, z.B. viel k\u00fcrzer aufgebaut, was es dem Tier erm\u00f6glicht die f\u00fcr uns giftigen Pilze wie z.B. den Fliegenpilz als Nahrung zu nutzen.<br \/>\nAuch scheinen Fr\u00fcchte, bzw. deren Steine, die nicht so gef\u00fcrchtet sind wie die Mandel und unbedenklich verf\u00fcttert werden wie Kirschen keine Wirkung auf die H\u00f6rnchen zu haben obwohl bei dem nur ca. 100 gr. schweren Tier schon geringste Mengen umgewandeltes Amygdalin t\u00f6dlich sein m\u00fcsste.<br \/>\nEs macht keinen Sinn, die Mandel generell zu verteufeln und gleichzeitig Kirschen mit Kern dem Tier anzubieten.<br \/>\nBitte, wenn Ihr bei der Mandel nicht sicher seit, dann lasst sie weg \u2013 es gibt genug Alternativen unter den N\u00fcssen \u2013 aber dann lasst auch genauso die Finger von allen Steinobstkernen, die genau den gleichen Stoff enthalten.<\/p>\n<p><a href=\"#\">nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eHilfe, mein H\u00f6rnchen bei\u00dft (\u2026 ist aggressiv)\u201c Die Ursache liegt im Herbst\/Winter am Sammeltrieb der Streifenh\u00f6rnchen. 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