{"id":102,"date":"2017-07-21T09:12:56","date_gmt":"2017-07-21T09:12:56","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.gestreift.eu\/?page_id=102"},"modified":"2022-01-23T14:41:37","modified_gmt":"2022-01-23T14:41:37","slug":"krankheiten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gestreift.info\/?page_id=102","title":{"rendered":"Krankheiten"},"content":{"rendered":"<p>Leider ist es nicht einfach die Gef\u00e4hrdung aufgrund einer Krankheit, bzw. beim Auftreten von krankheitsspezifischen Symptomen, selber zu beurteilen.<br \/>Deswegen gilt unbedingt und ohne Einschr\u00e4nkung:<\/p>\n<p><strong>Lieber einmal zu fr\u00fch oder einmal zu oft zum Tierarzt, als zu sp\u00e4t oder in Verkennung der Situation gar nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund einer stabilen Konstitution werden die Tiere zwar selten krank, sollte dieser Fall aber eintreten kommt es sehr schnell zu ausweglosen Situationen.<\/p>\n<p><strong>Die hier aufgef\u00fchrten Krankheiten sind alle schwerwiegend und die empfohlenen Ma\u00dfnahmen nur im Zusammenhang mit einem sofortigen Tierarztbesuch sinnvoll.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr kleinere Missgeschicke oder St\u00f6rungen haben wir eine Notfallseite angegliedert.<br \/>Namen von Medikamenten werden hier nicht genannt. Das kann nur ein Tierarzt entscheiden.<\/p>\n<h5><strong>1. Atemwegserkrankungen:<\/strong><\/h5>\n<p>Erkennbar aufgrund von Mattigkeit, Fre\u00dfunlust, Niesen, Nasenausflu\u00df und Atemger\u00e4usche.<br \/>Ursachen sind im Allgemeinen Zugluft, Erk\u00e4ltungen und Infektionen.<br \/>Hier muss schon allein zur Feststellung der Ursache ein Tierarzt aufgesucht werden und subjektiv die M\u00f6glichkeit \u201eZugluft\u201c selbstkritisch \u00fcberpr\u00fcft werden.<br \/>Atemwegserkrankungen sind mit den Unfallverletzungen die h\u00e4ufigste Todesursache und somit nicht zu untersch\u00e4tzen!<br \/>Meist ist die Gabe von einem Antibiotikum und das W\u00e4rmen des Tieres mit einer Infrarot-W\u00e4rmelampe oder einem Snuggle Safe, Kirschkernkissen, W\u00e4rmflasche angezeigt. Aber Achtung, das Tier muss freiwillig entscheiden k\u00f6nnen ob es in die W\u00e4rme m\u00f6chte.<\/p>\n<h5><strong>2. Bisswunden durch Katzen oder Hunde:<\/strong><\/h5>\n<p>Sowohl im Katzen-, als auch im Hundespeichel befinden sich Bakterien, die Pasteurellen. Diese sind f\u00fcr Wirbeltiere t\u00f6dlich.<br \/>Die Wunde entz\u00fcndet sich oder es bildet sich, erkennbar an der \u201eBeule\u201c ein eitriger Abszess.<br \/>Hier muss ein Tierarzt schnellst m\u00f6glich ein Breitbandantibiotikum verabreichen.<\/p>\n<h5><strong>3. Frakturen, Br\u00fcche:<\/strong><\/h5>\n<p>Ist ein Arm oder ein Bein betroffen unterscheidet man in zwei Kategorien, den geschlossenen Bruch und den Splitterbruch.<br \/>Bei einem geschlossenen Bruch schont das Tier z.B. das Bein und hat bei jeder Ber\u00fchrung Schmerzen. Auch ist die Bruchstelle geschwollen.<br \/>Im Normalfall w\u00e4chst so eine Bruchstelle zusammen und ist ausgeheilt wenn ein Tierarzt mit geeigneten Untersuchungen und Medikamenten dieses feststellt und behandelt.<br \/>Bei einem Splitterbruch gibt muss im Einzelfall entschieden werden. Ich selbst habe ein Streifenh\u00f6rnchen, bei der aufgrund eines Splitterbruchs das komplette Hinterbein amputiert wurde &#8211; sie kommt super klar.<\/p>\n<p>Das Tier sollte in einen kleinen oder abgetrennten Bereich des K\u00e4figs untergebracht werden, so wird das Tier zur Schonung gezwungen.<\/p>\n<h5><strong>4. Kokzidien:<\/strong><\/h5>\n<p>Kokzidien sind Einzeller, die den Magen-Darm-Trakt parasit\u00e4r befallen.<br \/>Symptome sind blutiger, w\u00e4ssriger Durchfall, aufgebl\u00e4hter Bauch, schlechter Gesamtzustand und teilweise L\u00e4hmungen der Hinterl\u00e4ufe.<br \/>Das Tier verstirbt im Allgemeinen am Wasserverlust (Dehydration).<br \/>Eine Feststellung ist \u00fcber die Kotprobe m\u00f6glich.<br \/>Nur bei einer sofortigen Behandlung besteht eine M\u00f6glichkeit, das Tier zu retten.<\/p>\n<h5><strong>5. Kopfverletzungen durch Sturz:<\/strong><\/h5>\n<p>Die Gefahr hier ist eine Schwellung des Gehirns, das Sch\u00e4delhirntraumata oder eine Gehirnersch\u00fctterung.<br \/>Erkennbare Anzeichen ist eine schiefe Haltung des Kopfes, Taumeln (Gleichgewichtsst\u00f6rung), Apathie, Bewusstlosigkeit und sogar Anf\u00e4lle von Epilepsie.<br \/>Nur ein Tierarzt hat bei diesen Anzeichen noch eine Chance, das Tier zu retten oder die Folgen einer chronischen Erkrankung wie die Epilepsie f\u00fcr das Streifenh\u00f6rnchen mit Hilfen von Medikamenten ertr\u00e4glich zu gestalten.<\/p>\n<h5>6. Na\u00dfschwanzkrankheit; \u201eWet Tail Disease\u201c:<\/h5>\n<p>Das H\u00f6rnchen liegt im Allgemeinen apathisch am Boden und d\u00fcnnfl\u00fcssiger Durchfall durchn\u00e4sst das Hinterteil.<br \/>Empfohlen wird eine Ern\u00e4hrung mit Zwieback und abgekochten Trinkwasser (mit Kamillosan-Tropfen) sowie eine vorsichtige Reinigung des Hinterteils mit lauwarmen Wasser und Babyreinigungst\u00fcchern.<br \/>Auch hier ist ein Tierarztbesuch dringend anzuraten, die Krankheit verl\u00e4uft meist t\u00f6dlich.<\/p>\n<h5><strong>7. Vergiftungen:<a name=\"Vergiftungen\"><\/a><\/strong><\/h5>\n<p>Verursacht meist durch Giftpflanzen, Haushaltsreiniger, Medikamente \u2013 durch Unachtsamkeit des Halters!<\/p>\n<h5><strong>8. Zahnmi\u00dfbildungen, Zahnfehlstellungen:<a name=\"Zahn\"><\/a><\/strong><\/h5>\n<p>Eine \u201eKrankheit\u201c die, wie bei allen Nagern, entweder genetisch, also erblich bedingt ist oder nach einer Kieferverletzung auftreten kann.<br \/>Die Schwere der Fehlstellung muss durch einen Tierarzt begutachtet werden. Oft kann man dem Tier durch regelm\u00e4\u00dfiges K\u00fcrzen der Z\u00e4hne ein ann\u00e4hernd normales Leben bescheren. <strong>Achtung:<\/strong> Z\u00e4hne m\u00fcssen immer abgeschliffen und nicht abgeknippst werden! Beim Knippsen entstehen feine Risse die bis in die Zahnwurzel reichen k\u00f6nnen.<br \/>Sollte die Fehlstellung oder Missbildung so schwerwiegend sein, dass eine Nahrungsaufnahme quasi nicht mehr selbstst\u00e4ndig m\u00f6glich ist oder sollte das Tier die regelm\u00e4\u00dfige K\u00fcrzung der Z\u00e4hne augenscheinlich nicht ertragen ist \u00fcber eine Euthanasie nachzudenken.<\/p>\n<h5><strong>9. \u00dcbertragung Mensch.\/.H\u00f6rnchen oder H\u00f6rnchen.\/.Mensch<a name=\"menschhorn\"><\/a><\/strong><\/h5>\n<p>Eines vorneweg, so weit es bisher bekannt ist, k\u00f6nnen wir das Streifenh\u00f6rnchen nicht direkt mit Grippe, grippalen Infekten, Angina oder den anderen verbreiteten Infektionskrankheiten anstecken.<br \/>Allerdings ist bei einer Krankheit unsererseits eine gewisse zus\u00e4tzliche Hygiene ratsam. \u201eGebrauchte\u201c Taschent\u00fccher werden vom H\u00f6rnchen, genau wie frische Taschent\u00fccher, als Nistmaterial eingestuft; der Schleim darin aber ist, vor allem in der W\u00e4rme des H\u00e4uschens, ein geradezu idealer N\u00e4hrboden f\u00fcr jede Art von Keimen.<br \/>Das man das Tier nicht direkt anhusten oder -niesen sollte, ist wohl selbstverst\u00e4ndlich.<br \/>Milben, Pilze und andere Parasiten werden oft von uns Menschen mit der Kleidung oder \u00fcber nicht sachgerecht gelagertes Futter eingeschleppt \u2013 vermeiden wird man das wahrscheinlich nie k\u00f6nnen, aber fr\u00fchzeitiges Erkennen und Behandeln ist bei einiger Aufmerksamkeit (vermehrtes Kratzen, wunde Stellen, Haarausfall) m\u00f6glich \u2013 bitte den Tierarzt kontaktieren, nur dieser kann meist den genauen Parasit ausmachen und zielgerichtet eine Behandlung einleiten!<\/p>\n<p>Etwas anderes ist der umgekehrte Weg, also vom H\u00f6rnchen auf den Menschen.<br \/>Da einige H\u00f6rnchen, zumindest zeitweise, nicht nur gerne sondern auch sehr kr\u00e4ftig zubei\u00dfen, kann eine Tetanusimpfung nur w\u00e4rmstens empfohlen werden.<\/p>\n<p>Des Weiteren ist eine \u00dcbertragung des Spulwurms, <em>Askariasis<\/em>, \u00fcber den Speichel der H\u00f6rnchen m\u00f6glich. Dieser Befall ist unbehandelt f\u00fcr das Tier t\u00f6dlich (Diagnose durch Kotprobe bei schlechtem Gesundheitszustand) und f\u00fcr den Menschen sehr unangenehm. Auch alle anderen Wirbeltiere im Haushalt k\u00f6nnen bei Kontakt mit dem Speichel, Kot oder Schleimh\u00e4uten befallen werden.<\/p>\n<h5>10. Tumore:<\/h5>\n<p>Weitere schwerwiegende Erkrankungen sind Tumore (Feststellung \u00fcber Schwellungen und Gewebeproben).<\/p>\n<h5>11. Diagnose von Endoparasiten und Giardien:<\/h5>\n<p>Endoparasiten und Giardien k\u00f6nnen mittels einer Kotprobe diagnostiziert werden. Hierzu sammelt man \u00fcber drei Tage Kot und l\u00e4sst diesen entweder \u00fcber einen Tierarzt untersuchen, alternativ kann man den Kot selbst in ein Labor einschicken und untersuchen lassen. Dabei sollte man eine Flotation und den Giardien Elisa Test machen lassen. Ein Labor welches diesen Service auch f\u00fcr Privatpersonen anbietet ist:\u00a0<br \/>Exomed in Berlin:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.exomed.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.exomed.de\/<br \/>L<\/a>ink zum <a href=\"https:\/\/www.exomed.de\/Home\/Download\/21\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Einsendeformular<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#\">nach oben<\/a><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leider ist es nicht einfach die Gef\u00e4hrdung aufgrund einer Krankheit, bzw. beim Auftreten von krankheitsspezifischen Symptomen, selber zu beurteilen.Deswegen gilt unbedingt und ohne Einschr\u00e4nkung: Lieber einmal zu fr\u00fch oder einmal zu oft zum Tierarzt, als zu sp\u00e4t oder in Verkennung der Situation gar nicht. 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